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1986
kamen 10.000 Neurowissenschaftler in Washington zusammen. Die Zahl war
von wenigen tausend Anfang der 70iger Jahre auf über 30.000 angewachsen.
An einem einzigen Tag wurden bei dieser Konferenz 108 Seminare und Vorlesungen
gehalten. Die 90iger wurden zum Jahrzehnt des Gehirn ausgerufen.
Das Synergetik Institut von Bernd Joschko in Bischoffen-Roßbach
erforscht auch das Gehirn - allerdings die Software: die Selbstorganisationsfähigkeit
der Psyche. Wie arbeitet das Gehirn von Innen? Welche Gesetze
gibt es?
Daniel Dennet leitet ein eigenes Zentrum für Kognitionswissenschaft
in Massachussetts. Er gilt als einer der exponiertesten Vertreter der
Materialisten. Wer die Materie des Gehirns erforsche, glaubt
er, sei damit auch dem Geist auf der Spur. Das Bewußtsein sei nicht
mehr als das Feuern der Neuronen. Er mag einmal die Einzelsitzungen der
Klienten der Synergetik Therapie lesen. Denn man kann nur darüber
etwas ausagen, was man kennt.
Vor einiger Zeit haben US-amerikanische Forscher die Stoffe isoliert,
die im Zustand der Verliebtheit in unserem Blut kreisen. Nun würden
wir ja auch nicht auf die Idee kommen zu sagen: Bisher dachten wir, Sich
verlieben sei ein geistig-seelisches Phänomen, jetzt wissen wir,
es ist einfach ein biochemisches. Offensichtlich gehört beides zusammen.
Immer wenn wir verliebt sind, kreisen diese Stoffe in unserem Blut, und
immer wenn diese Stoffe kreisen, fühlen wir uns verliebt.
Ein Gegenspieler von Dennett der amerikanische Philosoph Owen Flanagan,
antwortete ihm: Wer sich nur für die Funktion des Gehirns interessiert,
hat es mit den leichten, den lösbaren Problemen zu tun. Dahinter
aber steckt das eigentliche, das große Problem des bewußten
Erlebens.
Damit beschäftigt sich die Synergetik Therapieforschung. Bewußtsein
ist mit Gedächnis verbunden. Daher färben Gedächnisinhalte
das Bewußtsein. Inhalte können über die Selbstorganisation
der Psyche verändert werden und tieferes reineres Bewußtsein
ist die Folge. Natürlich ist es hilfreich, Bewußtsein auch
mal nur als neuronale Feuerungen zu sehen, damit starke Identifizierungen
durch Prägungen ablösbar sind, und innere starre Muster sich
leichter auflösen.
Der Unterschied zwischen wachem und träumendem Bewußtsein
gehört gegenwärtig wohl zu den spannendsten Fragen neurobiologischer
Forschung. Auch hier können die Forschungergebnisse der Synergetik
Therapie befruchtend beitragen.
In der Tiefenentspannung - während den synergetischen
Einzelsitzungen - sind starke Erlebnisreaktionen sogar unter Einbeziehung
der Körperebene ebenso möglich und erlauben massive Selbstorganisationsprozesse
im Gehirn innerhalb der neuronalen Matrix, die zur Umschreibung der inneren
Wirklichkeit führen. Die Veränderung der Hirnaktivität
durch Psychopharmaka kann diese komplexen Veränderungen der Informationsstruktur
im Gehirn nicht erreichen. Dieser biochemische Therapieansatz gehört
zu der Welt der Materialisten.
In einem berühmten Aufsatz aus dem Jahre 1974 hat
der amerikanische Philosoph Thomas Nagel das materialistische
Problem der Subjektivität skizziert: Wie ist es,
eine Fledermaus zu sein? fragt er. Selbst wenn man das komplexe
neuronale Geschehen im Gehirn irgendwann einmal vollständig beschreiben
könne, sei es dennoch unmöglich, daraus Bewußtsein und
subjektives Empfinden abzuleiten.
Der
australische Philosoph Frank Jackson meint auch, die Naturwissenschaft
stoße bei der Erkundung subjektiver Erfahrungen an ihre Grenzen.
Man kann die Farbe Rot physikalisch genau mit der Wellenlänge beschreiben,
aber einem Blinden die Farbe Rot zu erklären, stößt schnell
an die intuitiven Grenzen.
Der eher naturwissenschaftlich eingestellte Neurologe
Hans Flor überwindet das Nagelsche Fledermausdilemma, den gefürchteten
Abgrund zwischen Neuronen und Subjekt, mit einem kühnen Gedankensprung:
Natürlich haben wir nicht den Zustand, den das fremde Gehirn
hat, aber wir kennen ihn.
Damit ist das Dilemma, des Wissens über,
der mechanistischen Bewußtseinsforscher deutlich. Sie sind nur in
der Lage über etwas zu reflektieren, anstatt wie in der
Synergetik Therapie Forschung direkt in Bewußtseinsvorgänge
miteinbezogen zu sein und daraus Schlußfolgerungen zu ziehen. Es
ist möglich wie eine Fledermaus zu empfinden. Die mechanistische
Sicht der heute real existierenden Naturwissenschaft greift zu kurz. Die
Gehirnforscher müssen den engen Erklärungsrahmen um das Prinzip
der Selbstorganisation erweitern, wie der chilenische Neurobiologe Humberto
Maturana dies eingeführt hat. Er sieht Bewußtsein als Beziehung:
Wir vollführen einen gemeinsamen Tanz des Sprechens und Fühlens.
Die Erfahrungen mit der Synergetik Therapie bieten dazu
eine Fülle von Beispielen. Denn wir können all das erfahren,
was es gibt. Jede Information ist als Selbstorganisationsprozeß
angelegt, chauen Sie dazu als Beispiel die Session Wahrnehmung
und erleben Sie mit, wie die Klientin verblüfft zu einem Baum,
einem Reh, einer Meise wird. Alles Lebendige ist
einem Selbstorganisationsprozeß der Informationsinhalte unterworfen
und daher miteinander verbunden. Diese Erkenntnisse aus der Erforschung
des Lebendigen haben weitreichende Konsequenzen.
Synergetisches Denken - Die Medizin ist überholt,
sie denkt linear reduktionistisch und wird der komplexen Wirklichkeit
nicht mehr gerecht. Die Zukunft wird ganz anders, als wir denken.
Der
Mensch ist ein komplexes System, wissenschaftlich gesehen, ein "offenes
System" und steht in Austausch mit seiner Umwelt. Diese sind ebenfalls
komplexe Systeme und unterliegen auch dem Prinzip der Selbstorganisation.
In der PSYCHE des Menschen trifft sich die Welt: Die Welt der inneren
Bilder, der Gefühle und ganzheitlichen Wahrnehmung - die Außenwelt
ist dort "verankert".
Die Synergetik Therapie gibt faszinierende Einblicke dazu und erarbeitete
Gesetze der Selbstheilung. In der Tiefe der PSYCHE wirken die Urbilder,
die archetypischen Bilder und geben Ordnung. Sie sind das Produkt der
Evolution, das Beste aus Jahrmillionen.
Dokumentationen zum Thema Gesundheit siehe
Gesundheitsforschung.info
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